• Teilnehmerinnen des Vortrages von Frau Dr. Necla Kelek in Halle

  • Veranstaltungsort: Mutterhaus des Diakoniewerks Halle

  • Delegierte und Gäste

  • Unser Tagungspräsidium

  • Landesvorsitzende Sabine Wölfer

  • Flyer und Werbematerialien

  • Delegierte und Gäste des 29. Landesdelegiertentages

„An den Rechten der Frauen misst sich die Demokratie - das islamische Familienrecht, ihre Organisation und Integration“ – unter diesem Motto fand nach dem Landesdelegiertentag der Frauen Union der CDU Sachsen-Anhalt ein sehr interessanter Vortrag von Frau Dr. Necla Kelek in Halle statt.

Keleks Hauptthema ist „die islamisch geprägte Parallelgesellschaft in Deutschland“. Sie lehnt eine Duldung einer nichtemanzipatorischen Erziehung von Mädchen, aber auch von Jungen, in traditionalistischen muslimischen Familien als „falsch verstandene Toleranz“ ab.

Die Anwesenden erhielten Einblicke in das islamische Familienrecht, das in Deutschland häufig unter dem Mantel der Religionsfreiheit den Besitz von Frauen durch Männer zulässt und die durch unser Grundgesetz garantierten Rechte unterwandert.

In ihrem Vortrag berichtet sie von u.a. von Zwangsehen, die laut Kelek trotz Verbots vor allem in patriarchalischen Familien im Osten und Süden der Türkei. „Da aber niemand diese Verbrechen anzeigt und diese auch nicht geahndet werden, lebt diese Tradition nach dem islamischen Familienrecht fort. Erst bestimmen Väter und Brüder über das Leben der Mädchen, später der Ehemann." Die Folgen für die Mädchen sind dramatisch: „Die Betroffenen sind oft sehr jung, werden innerhalb der Familie verheiratet und haben häufig keinen Zugang zu Bildung. Mit jeder Zwangsheirat wird ein Leben zerstört."

Betroffen sind jedes Jahr auch Hunderte Mädchen in Deutschland. „Die Traditionen leben auch außerhalb der Herkunftsländer fort, weil auch in Deutschland trotz Verbots die Verbrechen nicht angezeigt und auch nicht geahndet werden", moniert Kelek. „Der Zusammenhalt und der Druck in der muslimischen Community sind groß und in vielen Moscheen werden Männer dazu aufgefordert, ihre Töchter zu verheiraten. Deshalb werden Zwangsehen in Deutschland Alltag."

Kelek fordert deshalb neben der systematischen strafrechtlichen Verfolgung von Zwangsehen in Deutschland die Schaffung von Öffentlichkeit und Aufklärungskampagnen, vor allem in Moscheeverbänden.

Vorstandsfrau Dr. Kelek engagiert sich u.a. im Verein TERRE DES FEMMES e.V., der sich für eine gerechte Welt, in der Mädchen und Frauen das Recht haben, selbstbestimmt, frei und in Würde zu leben, ein.

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